In Sechs Schritten Erfolgreichen an der Börse handeln.

by: TobiasHeitkotter
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Es
gibt jede Menge Bücher mit dem Thema "Börse kinderleicht". Nur zu
gerne greifen Anleger zu solchen Buchtitel, nur um anschließend zu erkennen,
dass sie nur moderne Märchenbücher gelesen haben.





Börse
ist eben nicht kinderleicht, aber durchaus erlernbar. Dieser Artikel soll Ihren
Blick auf einige wichtige Punkte lenken, die leider viele Anleger beim Handel
an der Börse nicht berücksichtigen.





 1.
Schritt: Fangen Sie an, Gewinne zu realisieren!





 Einer
der größten Fehler, den Anleger machen, ist, dass sie ihre Gewinne nicht
realisieren. So schauen Anleger tatenlos zu, wie ihre Aktie nicht nur wieder
einen Großteil des Gewinns einbußt, sondern in einigen Fällen sogar zu einem
Verlierer wird. „Irgendwann wird der Kurs schon wieder steigen“, denken sie
sich. Doch diese Einstellung kann fatale Folgen haben!





 Daher
gilt: Fangen Sie an, Gewinne zu realisieren. Und scheinen diese noch so klein.
Nehmen Sie lieber öfters kleine Gewinne von z.B. 3%, 5%, 8% mit (Sie werden
staunen, wie schnell sich kleine Gewinne summieren) als dem großen Gewinner,
den man mal auf dem Papier hatte, hinterher zu trauern!





 2.
Schritt: Benutzen Sie Verlust-Begrenzungsstopps!





 Verlust-Begrenzungsstopps
sind die zuverlässigste Absicherung für Trader.Trotzdem zeigen jüngste Studien
wiederholt, dass nur knapp die Hälfte aller Anleger davon Gebrauch machen.
Merken Sie sich bitte: Sie sollten zu JEDER Zeit wissen, wann Sie Ihre Aktien
wieder verkaufen; sei es mit Gewinn, oder mit einem Verlust!





 Die
sehr beliebte „Kaufen und Vergessen“ – Strategie („Buy and Hold“), funktioniert
nur zu Zeiten, in denen die Wirtschaft ordentlich wächst. So kann es nach einem
Kursrutsch teilweise Monate bis Jahre dauern, bis die Aktie den Kurs wieder
erreicht und Sie sich dann die Frage gefallen lassen müssen, warum Sie mit Aktien handeln, wenn Sie Monate darauf
warten, das Ihr Depot wieder bei +/- 0 steht.



                         



3.
Schritt: Folgen Sie einer Strategie!





 Eine
Strategie zu befolgen ist der entscheidende Schlüssel zum Börsenerfolg. Ohne
Strategie wissen Sie nicht, wie viel Profit genug ist (Realisieren von
Gewinnen) und wann Ihre Schmerzgrenze erreicht ist (Begrenzen von Verlusten).





 Eine
Strategie ist nichts Anderes als eine Anzahl von klar definierten Regeln, in
denen Kauf- und Verkaufspreis oder Kauf- und Verkaufszeit festgehalten sind.
Ein Beispiel: Kauf der Aktie zum Freitagsschlusskurs. Profitziel: +3% (vom
Kaufpreis), Verlust-Begrenzungsstopp -2% (vom Kaufpreis).*





 Eine
Strategie setzt Ihnen feste Profitziele und Stopps; Sie wissen BEVOR Sie die
Aktie kaufen, wann Sie sie wieder verkaufen wollen.





 Eine
klar definierte Strategie hilft Ihnen zusätzlich beim nächsten Schritt:





 *Das
Entwickeln einer Börse Strategie ist
ein sehr komplexes Thema und wird in einem anderen Artikel von uns behandelt.
In diesem Artikel geht es in erster Linie um die Notwendigkeit, überhaupt einer
Strategie zu folgen.





 4.
Schritt: Kontrollieren Sie Ihre Emotionen!





 Als
aktiver Anleger sind Sie vor bestimmten Gefühlen nicht gefeit: Angst, Gier und
Panik sind nur allzu bekannte Emotionen im Alltag eines Anlegers. Trotzdem
müssen Sie lernen, diese in den Griff zu bekommen.





 Die
Gier lässt Sie nach Hochpunkten des Kurses schielen, obwohl Sie eigentlich
genau wissen, dass diese Art des Handelns nicht über einen längeren Zeitraum
funktioniert. Daher gilt: Seien Sie nicht zu gierig. Realisieren Sie Ihre
Gewinne!





 Die
Angst und die Panik vor Verlusten lässt Sie keinen klaren Kopf mehr behalten.
Dabei brauchen Sie gerade diesen an der Börse. Ihre Entscheidungen sollten
rational getroffen werden, daher haben Sie ja auch VOR dem Kauf einer Aktie
Ihre Strategie definiert. So wissen Sie vorher, dass Sie (um bei der oben
bereits genannten, einfachen Strategie zu bleiben) 2% Verlust riskieren und
geraten nicht in Panik, wenn der Markt 1% gegen Sie handelt…





 5.
Schritt: Handeln Sie selten, aber profitabel!





 Es
ist richtig, dass Sie auf keinen Fall nur eine, zwei oder drei Aktien in Ihrem
Depot haben sollten. Sie sollten diversifizieren um Ihr Risiko zu streuen.
Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Ein 2% Verlust Ihrer einzigen Aktie
bedeutet gleichzeitig einen Wertverlust Ihres Depots um 2%!





 Viele
Anleger denken jedoch, dass Sie nur genug Aktien in ihrem Depot haben müssen,
um Ihre Chancen auf einen Gewinn zu erhöhen. Das ist falsch!





 Quantität
hilft Ihnen an der Börse nicht weiter, die Qualität entscheidet. Handeln Sie
deshalb selten, aber profitabel. Gehen Sie nicht an einem Tag zehn Positionen
gleichzeitig ein, sondern handeln Sie überlegt.





 Als
Faustregel gelten 5 bis 6 Aktien in einem 20.000 Euro Depot als Richtwert einer
guten Diversifikation.*





 *Diversifikation
und Money Management sind ein großes Thema an der Börse und beinhalten
natürlich wesentlich mehr als nur die Anzahl der Aktien. Zu beachten sind
zusätzlich Branche des Unternehmens (Halten Sie NIE nur Aktien aus einer
Branche in Ihrem Depot) und die Größe Ihrer Positionen.





 6.
Schritt: Seien Sie offen für neue Märkte!





 Es
gibt Anleger, die sich darauf festgelegt haben, nur Aktien aus dem Dow Jones zu
handeln oder nur Aktien aus dem Dax oder Tech-Dax etc. Die Frage nach den
Gründen beantworten Anleger meist mit „Mein Lieblingsmarkt!“ – „Habe schon oft
gute Erfahrungen gemacht“ – „Das Unternehmen ist mir sympathisch“.





 Merken
Sie sich: Mit Sympathie für bestimmte Aktien hat es noch kein Anleger zu Erfolg
an der Börse gebracht.





 Daher
gilt: Seien Sie offen für andere Märkte. „Ein Chart ist ein Chart“, lautet
nicht ohne Grund eine alte Börsenweisheit und so sollte es Ihnen gleich sein,
ob Sie eine Aktie aus dem DAX, Tech-Dax, oder gar aus Übersee handeln.





About the Author

Tobias Heitkötter ist Inhaber von Rockwell Trading Deutschland und anerkannter Experte im Bereich Aktienhandel und Daytrading. Mehr Informationen und Online Workshops finden sich auf der Firmen Webseite http://www.rockwelltrading.de


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